Der Wert von Prävention und Früherkennung – am Beispiel der Niere
Tagesspiegel Fachforum Gesundheit am 21. September 2022
Thema
Je früher Krankheiten erkannt werden, desto größer ist die Chance auf einen Behandlungserfolg oder Heilung. Durch Vorsorge und die Vermeidung von Risikofaktoren können einige Erkrankungen zuweilen gar nicht erst entstehen.
Doch noch immer werden Früherkennungsuntersuchungen in Deutschland zu wenig in Anspruch genommen, im Zuge der andauernden Covid-19-Pandemie hat sich die Situation noch weiter verschärft. Es scheint, als sei unser Gesundheitssystem eher auf die reaktive Behandlung von Erkrankungen ausgelegt als auf ihre proaktive Verhinderung. Dabei kann damit nicht nur individuelles Leid kann verringert werden, auch gesamtgesellschaftlich ist Prävention sinnvoll, um beispielsweise teure Behandlungskosten gar nicht erst entstehen zu lassen.
Eine Erkrankung, die sich in vielen Fällen vermeiden ließe, ist die chronische Niereninsuffizienz. Etwa 9 Millionen Menschen sind davon allein in Deutschland betroffen, weltweit sind es fast 840 Millionen Menschen. Die Erkrankung ist schwerwiegend und fortschreitend; verläuft jedoch zu Beginn oft symptomlos. In der Bevölkerung fehlt vielfach das Wissen über die Risikofaktoren, ein weitere Problem sind fehlende Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung einer chronischen Niereninsuffizienz. Denn ein Screening der Niere ist bislang nicht Teil der Regelversorgung in Deutschland.
Wie kann das Bewusstsein für Prävention in der Bevölkerung geschärft und der Wert von Vorsorge für jeden Einzelnen verdeutlicht werden? Welche Handlungsbedarfe bestehen und wie ist der gegenwärtige Stand der Bemühungen für eine schnellere Diagnose und Behandlung chronischer Nierenerkrankungen? Diese und weitere Fragen wollen wir bei unserem Tagesspiegel Fachforum Gesundheit zum Thema Prävention und Früherkennung – speziell in Bezug auf Nierengesundheit – diskutieren.
Sprecher:innen
Die Aktualität der Angabe von Positionen und Institutionen der Sprecher:innen entspricht dem Zeitpunkt der jeweiligen Veranstaltung.
Bernd Crusius
Leiter der Bundesgeschäftsstelle, Haus der Krebs-Selbsthilfe – Bundesverband e.V
Dr. Björn Fritz
Medizinischer Direktor, AbbVie Deutschland
Prof. Dr. Hartmut Goldschmidt
Oberarzt der Medizinischen Klinik V der Ruprecht-Karls Universität Heidelberg und des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg
Dr. Hagen Krüger
Senior Medical Director Oncology, Pfizer Deutschland
Prof. Dr. Diana Lüftner
Oberärztin am Zentrum für Tumormedizin, Charité – Universitätsmedizin Berlin
Robert-Martin Montag, MdL
Generalsekretär, Landesverband FDP Thüringen; Leiter der Arbeitsgruppe Gesundheit der Fraktionsvorsitzendenkonferenz der FDP
Dr. Thorsten Ruppert
Senior Manager für Forschung, Entwicklung und Innovation, Verband der forschenden Pharma-Unternehmen
Stefan Schwartze, MdL
Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten
Ruppert Stüwe, MdB
Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung, Berichterstatter der SPD-Fraktion für Gesundheitsforschung, SPD-Bundestagsfraktion
Moderiert wurde die Veranstaltung von Thomas Trappe, Redaktionsleiter, Tagesspiegel Background „Gesundheit & E-Health“
Videomitschnitt
Impressionen
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