DATA DEBATES IM JAHR 2022
Ausgaben #21 bis #23
Im Jahr 2022 konnten die Data Debates wieder ein begrenztes Präsenzpublikum willkommen heißen! Außerdem wurden die Debatten weiterhin per Livestream übertragen, um auch digital mitdiskutieren zu können. Themen der Ausgaben waren die digitale Aufholjagd, die mit der Priorisierung der Digitalisierung der neue Bundesregierung an Fahrt gewinnen sollte, das veränderte Kommunikationsverhalten der Digital Natives der Generation Z und Alpha sowie der Fachkräftemangel und Potenziale der Digitalisierung, um diesem entgegenwirken zu können. Hier erfahren Sie mehr über die Ausgaben #21, #22 und #23, inkl. Mitschnitten der Veranstaltungen.
Die Aktualität der Angabe von Positionen und Institutionen der Sprecher:innen entspricht dem Zeitpunkt der jeweiligen Veranstaltung.
Data Debates #23 | 17. Oktober 2022
Digitalisierung: Vom Jobkiller zum Retter in der Not?
Akuter Fachkräftemangel mindert nicht nur das Wachstumspotenzial von Unternehmen und der Volkswirtschaft als Ganzes, sondern führt auch zu einer Mehrbelastung der vorhandenen Belegschaft und sinkender Innovationskraft. Bereits vor der Pandemie fehlten Fachkräfte, doch jetzt ist kaum eine Branche von Personalsorgen verschont. Der Wirtschaft, der Gesellschaft und dem Staat stehen schwierige Zeiten bevor.
Lösung Digitalisierung?
Die Digitalisierung kann auf vielfältige Art und Weise einen wertvollen Beitrag zur Linderung des Fachkräftemangels leisten. Bereits jetzt existieren Technologien, die Fachkräfte bei ihrer Arbeit unterstützen und den Arbeitsaufwand reduzieren können. So können beispielsweise mittels KI einfache und repetitive Tätigkeiten ausgelagert werden, um Ressourcen für anspruchsvollere Aufgaben freizusetzen. Daneben bietet die Digitalisierung auch viele Chancen in der Aus- und Weiterbildung und unterstützt Mitarbeiter:innen darin, sich für die Transformation der Arbeitswelt zu rüsten.
Welche Fragen diskutiert werden müssen
Doch welche politischen, gesellschaftlichen und unternehmerischen Rahmenbedingungen braucht es, damit das Potenzial der Digitalisierung zur Linderung des Fachkräftemangels sinnvoll eingesetzt werden kann? Müssen Mitarbeiter:innen vor möglichen negativen Auswirkungen der Digitalisierung geschützt werden? Wie kann eine politische Rahmensetzung aussehen, die mit dem enormen Tempo der Digitalisierung Schritt halten kann?
Die Tagesspiegel Data Debates #23 brachte spannende Persönlichkeiten an einem Tisch zusammen, um gemeinsam zur Zukunft der Arbeit zu diskutieren:
- Nicole Gerhardt Personalvorständin, Telefónica Deutschland
- Henrik Schunk Vizepräsident, VDMA e.V.
- Francesco Grioli Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstands der IGBCE
Moderiert von Stephan-Andreas Casdorff, Herausgeber, Der Tagesspiegel
Data Debates #22 | 2. Juni 2022
#Communication-Challenge – Wie gelingt die Kommunikation mit der Generation TikTok?
Die Generationen Z und Alpha sind die ersten Generationen, die als echte Digital Natives aufwachsen. Ein Leben ohne Social Media und Smartphone kennen sie nicht. Daraus ergeben sich nicht nur vollkommen neue Lebensstile und Formen der Kommunikation, sondern auch veränderte Erwartungen an Gesellschaft, Politik und Wirtschaft.
Dazu gehört, dass die jungen Generationen individuell angesprochen werden möchten. Durch das Aufwachsen mit Netflix, TikTok und Co. sind sie es gewohnt, selbst zu entscheiden, was sie wann konsumieren und mit wem sie sich auf welchen Plattformen vernetzen. Diese Generationen werden zudem in einer Epoche gleichzeitiger Krisen, die durch Internet und Smartphone allgegenwärtig sind, erwachsen und erwarten klare Haltungen zu gesellschaftlichen Fragen. Darauf müssen Unternehmen und die Politik reagieren und ihre Kommunikationsstrategien von Grunde auf erneuern und ständig weiterentwickeln.
Um die jungen Generationen zu erreichen, müssen Politik und Wirtschaft außerdem verstehen, wie diese untereinander kommunizieren und welche Hoffnungen, aber auch welche Sorgen, sie mit der Digitalisierung verbinden. Fake News, psychische Gesundheit und Sicherheit im digitalen Raum sind gerade für junge Menschen wichtige Themen. Welche Sprache müssen Politik und Wirtschaft also sprechen, um die jungen Generationen zu erreichen? Und welche Erwartungen haben diese an Politik, Gesellschaft und Unternehmen? Diese und weitere Fragen diskutierten wir bei den 22. Tagesspiegel Data Debates diskutieren, mit den digitalen Teilnehmer:innen und:
- Emilia Fester MdB jüngstes Mitglied des Deutschen Bundestages (Bündnis 90/Die Grünen)
- Dr. Wolfgang Heubisch MdL Vizepräsident des Bayerischen Landtags und TikTok-Influencer (FDP)
- Valentina Daiber Chief Officer for Legal and Corporate Affairs der Telefónica Deutschland Holding AG
- Simon Schnetzer Jugendforscher und Futurist
- Valentina Vapaux Influencerin und Autorin
Moderiert von Stephan-Andreas Casdorff, Herausgeber, Der Tagesspiegel
Data Debates #21 | 14. März 2022
Die digitale Aufholjagd
Ganze 226-mal taucht das Wort „digital“ im Koalitionsvertrag der Parteien aus dem Jahr 2022 auf. Die neue Bundesregierung hatte ihre Schwerpunkte für die kommenden vier Jahre abgesteckt und die Digitalisierung stand weit oben in der Prioritätenliste. Mit der schleppenden Entwicklung der Digitalisierung in Deutschland sollte nun endlich Schluss sein. Dass dies auch dringend notwendig war, zeigten Rankings zur digitalen Wettbewerbsfähigkeit, bei der Deutschland regelmäßig zu den Schlusslichtern zählte.
Im Mittelpunkt der Bemühungen der neuen Regierung stand u.a. die Modernisierung des Staates durch eine umfassende Digitalisierung der Verwaltung. Mit einem forcierten Infrastrukturausbau, einer allgemeinen Entbürokratisierungsoffensive und beschleunigten Planungs- und Genehmigungsverfahren wurden weitere ambitionierte Ziele ins politische Stammbuch geschrieben. Nebenbei sollte „Deutschland führender Startup-Standort in Europa werden“, so wünschten es sich die Ampelparteien.
Die angekündigten Maßnahmen und Ziele wiesen in die richtige Richtung, jedoch waren die Aufgaben gewaltig. Der weitere Ausbau von Breitbandinternet und Mobilfunk, die Wahrung deutscher und europäischer digitaler Souveränität oder die digitale Bildung waren nur eine kleine Auswahl aus der Aufgabenliste. Welche konkreten Maßnahmen packte die Bundesregierung also als erstes an, wo blieb sie bisher zu vage und würden die angekündigten Initiativen überhaupt reichen, um Deutschland vom digitalen Schlusslicht in die internationale Spitzengruppe zu führen? Oder nahm sich die Regierung zu viel vor und sollte klar priorisieren, um die wichtigsten Projekte zügig zum Erfolg zu führen?
Über diese und viele weitere Fragen diskutierten wir mit unseren Panelteilnehmer:innen bei der Data Debates #21:
Dr. Volker Wissing Bundesminister für Digitales und Verkehr
Markus Haas Vorstandsvorsitzender, Telefónica Deutschland
Julia Kloiber Mitgründerin und Geschäftsführerin, Superrr Lab
Prof. Dr. Jörg Müller- Lietzkow Präsident, HafenCity Universität Hamburg (HCU)
Moderiert von Stephan-Andreas Casdorff, Herausgeber, Der Tagesspiegel
Nachbericht
Data Debates Nachbericht auf basecamp.digital, 15.03.2022
»Digitales ist kein Anhängsel mehr«
