Data Debates #19

Die Zukunft des Arbeitens: Was bleibt von der digitalen Revolution durch die Pandemie?

Herzlich Willkommen auf der Website der Tagesspiegel Data Debates. Die Data Debates ist eine seit 2017 regelmäßig stattfindende Gesprächsreihe, bei der Themen rund um die Auswirkungen der Digitalisierung auf gesellschaftliche Lebensbereiche diskutiert werden – von der Arbeitswelt der Zukunft und klugen Metropolen bis hin zur vernetzten Gesundheit und der Frage, ob man Demokratie hacken kann.

Das war Data Debates #19 - Die Zukunft des Arbeitens: Was bleibt von der digitalen Revolution durch die Pandemie?

Wann:

13. September 2021
15:00-16:00

Wo: 

Digital

Thema

Durch die  Corona-Pandemie hat sich die Arbeitswelt in vielen Bereichen radikal  verändert. Das Arbeiten im Home-Office ist normal geworden und  Videokonferenzen sind mittlerweile für viele Beschäftigte nicht mehr wegzudenken. Gehörte für viele Millionen Berufstätige etwa  das Pendeln, teilweise auch über lange Distanzen oder auf Wochenbasis,  zum Berufsalltag, hat uns die Pandemie gezeigt, wie effektiv digitale  Kommunikationskanäle dies teilweise überflüssig machen können.

Immer mehr in den Fokus rückt nun die große Frage: wie werden wir arbeiten, wenn die Pandemie einmal vorbei ist? Wie viel digitales und wieviel analoges Arbeiten ist möglich - und wünschenswert? Die  Work-Life-Balance ist nicht erst seit der Pandemie ein wichtiger Faktor  beim Wettstreit von Firmen um die besten Angestellten. Mit den Erfahrungen der letzten Monate werden hybride Formen von  Digital- und Präsenzarbeit verstärkt in den Fokus rücken und zum  Wettbewerbsfaktor werden. Denn neben den vielfältigen Möglichkeiten der  Digitalisierung hat die Pandemie ebenso gezeigt, wie wertvoll der persönliche Austausch und Kontakt ist.

Neben dem  direkten Einfluss der Pandemie auf das Arbeiten verändert die  Digitalisierung unsere Arbeitswelt auch noch tiefgreifender und  langfristiger. Auf der einen Seite bietet sie viele Vorteile – vor allem für Menschen mit höheren Bildungsabschlüssen. Auf der  anderen Seite geraten gerade Berufe mit niedrigeren  Qualifikationsprofilen unter Druck. Home-Office, Automatisierung und  Digitalisierung bedeuten für Millionen von Beschäftigten eine Zäsur.  Zudem muss massiv fortgebildet und umgeschult werden. Eine aktuelle  McKinsey-Studie schätzt, dass in Deutschland bis 2030 rund 10,5  Millionen Arbeitnehmer aufgrund von Digitalisierung, Automatisierung und  Pandemiefolgen vor größeren Umbrüchen stehen. 6,5 Millionen von ihnen müssen weitergebildet werden. Dabei geht es neben dem Erlernen  vertiefender Fähigkeiten und Qualifikationen auch um Umschulungen: Über  vier Millionen Arbeitnehmer werden in andere Berufe wechseln müssen,  weil sich die Nachfrage nach ihren Tätigkeiten oder Dienstleistungen noch schneller reduzieren wird, als vor der  Corona-Pandemie angenommen.

Wir fragen nach:

  • Welche Rollen müssen in Zukunft Fort- und Weiterbildungen auf unserem Arbeitsmarkt spielen?
  • Wie wird das Arbeiten im Büro nach der Pandemie aussehen?
  • Werden Arbeitsformen (Präsenz, Digital oder Hybrid) zum Wettbewerbsfaktor für Unternehmen?
  • Wie schaffen wir es, der Spaltung des Arbeitsmarktes und letztlich der Gesellschaft entgegenzuwirken?

Sprecher:innen

Hubertus Heil, MdB,
Bundesminister für Arbeit und Soziales  

Nicole Gerhardt,
Personalvorständin, Telefónica Deutschland 

Prof. Dr. Hannes Zacher,
Professor für Arbeits- und Organisationspsychologie, Institut für Psychologie – Wilhelm Wundt, Universität Leipzig

Stephan-Andreas Casdorff,
Herausgeber, Der Tagesspiegel (Moderation)

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