Digitale Gesundheit
Gesundheitsdaten zählen zu den persönlichsten und sensibelsten Informationen einer Person. Deshalb müssen sie auch besonders gut vor Missbrauch und Diebstahl geschützt werden. Die Anforderungen an digitale Technologien im Gesundheitssektor sind somit enorm hoch. Nicht nur müssen sie einfach und zugänglich sein, sie müssen auch dem hohen Sicherheitsanspruch gerecht werden und datenschutzkonform sein. Diese Anstrengungen lohnen sich aber auch. In Krankenhäusern, Arztpraxen und Apotheken werden täglich große Mengen an Daten generiert, die ein immenses Innovationpotenzial zur Verbesserung der Versorgung aller Bürger:innen bieten. Gleichzeitig bietet ein funktionierende und sichere Telematikinfrastruktur eine außerordentliche Unterstützung bei der Behandlung von Patient:innen.
Auch wenn der Stand der Digitalisierung im Gesundheitsbereich noch nicht da ist, wo er sein muss, machte Dr. Susanne Ozegowski, Abteilungsleiterin Digitalisierung und Innovation im Bundesministerium für Gesundheit, beim cybersec.lunch#22 deutlich, dass Digitalisierung und Datenschutz nicht gegeneinander ausgespielt werden dürfen. Für sie kann Digitalisierung nur gelingen, wenn hoher Sicherheitsstandard gewährleistet werden kann.
Digitale Verwaltung
Die Digitalisierung macht auch vor der Verwaltung nicht Halt. Eine digitale öffentliche Verwaltung ist nicht nur für Bürger:innen ein integraler Bestandteil in der Kommunikation mit dem Staat, sondern auch eine essenzielle Grundlage für eine erfolgreiche und innovative Wirtschaft. Damit Deutschland auch in Zukunft ein begehrter Wirtschaftsstandort bleibt, müssen Lösungen für die digitale Verwaltung effizient, sicher und zuverlässig sein. Zu den wichtigen Bausteinen zählen unter anderem der sichere Umgang mit Daten sowie eine zukunftsorientierte Infrastruktur.
Um die Behördengänge für Bürger:innen zu vereinfachen sind auch digitale Identitäten entscheidend. Mit ihnen können sich Personen digital und sicher ausweisen – egal ob für das Online-Banking oder das Beantragen von Elterngeld. In der Nutzung von digitalen Identitäten müssten „die Benutzer:innen selbst entscheiden können, welche Daten sie mit wem teilen“, betont Staatssekretär Dr. Markus Richter beim cybersec.lunch#19. Aber vor allem eines müssen wir laut ihm machen: einfach anfangen
Digitale Wirtschaft
Die Digitalisierung schreitet in unserer Gesellschaft immer weiter voran und ist bereits nicht mehr wegzudenken. Auch in der Wirtschaft ist das nicht anders. Egal ob künstliche Intelligenz, das Internet der Dinge, Big Data und noch viele weitere Entwicklungen – ohne eine funktionierende Digitalstrategie kommt fast kein Unternehmen mehr aus. Dabei kommt es jedoch nicht nur auf die Organisationen selbst an. Auch die Gesetzesvorhaben und Strategien der Bundesregierung haben einen entscheidenden Einfluss auf den Digitalisierungsgrad unser Wirtschaft.
So diskutierten zum Beispiel beim cybersec.lunch#20 im Anschluss zur Bundestagswahl 2021 Vertreter:innen der vier großen Bundesparteien über Deutschlands digitale Zukunft und wie die Bundesrepublik zu einem digitalen Vorreiter werden könnte. Auch wenn sich alle Beteiligten einig waren, dass die Digitalisierung ein entscheidender Faktor für den Wirtschaftsstandort Deutschland ist, gibt es weiterhin viel Diskussionsbedarf, wie die Digitalisierung weiter vorangetrieben werden soll.
Aus den Augen darf aber auch nicht die europäische Zusammenarbeit geraten. Wie wichtig diese ist, zeigte sich beim cybersec.lunch#21 zum Thema digitaler Euro. Mit diesem soll das Bezahlen im internationalen Handel einfacher und schneller gestaltet werden. Bei der Diskussion schilderte Dr. Heike Winter von der Deutschen Bundesbank, wie eng diese mit der Europäischen Zentralbank zusammenarbeitet und im konstanten Dialog ist.
