cybersec.lunch#22
Zwischen Solidarität und Souveränität: Die Nutzung von Gesundheitsdaten
Tagesspiegel-Haus
Askanischer Platz 3, 10963 Berlin
Thema
Die Covid-19-Pandemie hat uns gezeigt, welches Potenzial in der Digitalisierung des Gesundheitswesens steckt. Digitale Impfpässe und Coronawarn-Apps halfen bei der Rückkehr zu einer gewissen Normalität. Zugleich zeigte sich, wo es noch Lücken bei der digitalen Gesundheit gibt, die es schnellstmöglich zu schließen gilt. So werden im Gesundheitsbereich täglich große Mengen an Daten generiert, die ein immenses Innovationspotenzial zur Verbesserung der Versorgung aller Bürger:innen bieten. Diese Daten sind jedoch besonders sensibel und müssen daher besonders vor Missbrauch geschützt werden.
Um Gesundheitsdaten für Forschung und Wissenschaft nutzbar zu machen und gleichzeitig einen hohen Datenschutz zu gewährleisten, möchte die Bundesregierung ein Gesundheitsdatennutzungsgesetz auf den Weg bringen. Eine grundsätzliche Bereitschaft zum Teilen von Gesundheitsdaten zeigte sich während der Pandemie. Mehr als 530.000 Personen spendeten durch die Nutzung von Smartwatches und Fitnessarmbändern dem RKI ihre Daten zur weiteren Erforschung von Corona. Diese Bereitschaft der Bevölkerung gilt es nun für den gesamten Gesundheitsbereich zu nutzen.
Leitfragen
- Wie könnte also ein Gesetz zum Teilen von Gesundheitsdaten aussehen und welches Potenzial für die medizinische Versorgung würde sich daraus ergeben?
- Welche technischen Infrastrukturen und politischen Rahmenbedingungen sind für eine erfolgreiche Umsetzung notwendig?
- Welche Rolle spielt die elektronische Patientenakte?
- Wie kann man die Bürger:innen zur Teilnahme motivieren und wie können sie ihre Daten sicher teilen?
- Und wie passen Solidarität und Souveränität beim Umgang mit sensiblen personenbezogenen Daten zusammen?
Begrüßung
Patrick von Braunmühl, Leiter Public Affairs, Bundesdruckerei GmbH
Referent:innen
Dr. med. Peter Bobbert, Präsident der Ärztekammer Berlin
Ulrike Elsner, Vorständin, Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Markus Holzbrecher-Morys, Leiter Geschäftsbereich Digitalisierung und eHealth, Deutsche Krankenhausgesellschaft e. V.
Dr. Susanne Ozegowski, Abteilungsleiterin Digitalisierung und Innovation, Bundesministerium für Gesundheit
Moderation
Marie Zahout, Redakteurin, Background Gesundheit & E-Health
Der cybersec.lunch ist ein seit Februar 2017 regelmäßig stattfindendes Format. Innerhalb einer Mittagspause treffen zwei Sicherheitsexpert:innen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft aufeinander und gewähren Einsicht in aktuelle Themen der Cybersicherheit und Digitalisierung – von IT-Produktsicherheit bis zur Sicherheit von demokratischen Wahlen.
Auf den Podien vergangener Veranstaltung diskutierten unter anderem Klaus Vitt, Staatssekretär im Bundesministerium des Inneren und Beauftragter für Informationstechnik, MdB Saskia Esken, Bundesvorsitzende der SPD und Dr. Ulf Buermeyer, Richter am Landgericht Berlin.
Der cybersec.lunch wird unterstützt von der Bundesdruckerei Gruppe GmbH.
Hinweis zu Film- und Fotoaufnahmen bei Präsenzveranstaltungen
Die Veranstaltung wird dokumentiert. Neben der Wortberichterstattung werden Fotos gemacht. Partner der Veranstaltung fertigen Filmaufnahmen. Mit Ihrer Teilnahme erklären Sie sich damit einverstanden, dass Foto und Filmaufnahmen während der Veranstaltung vom Verlag Der Tagesspiegel GmbH und dem Partner gemacht werden.
Sie sind mit einer zeitlich und räumlich unbeschränkten Nutzung dieser Aufnahmen durch den Verlag oder durch dessen Partner (auch zu Werbezwecken) einverstanden.

