Digital auf Nummer sicher! #10

Ohne Sicherheit keine Souveränität in der Cloud!

Das war Digital auf Nummer sicher! am 21.03.2023

Thema

In einer immer schnelllebigeren Welt wachsen auch die Anforderungen an IT-Infrastrukturen im gleichen Tempo. Vor allem die Krisen der jüngsten Zeit haben Unternehmen und der öffentlichen Verwaltung vor Augen geführt, wie wichtig es ist, agil zu bleiben. Das Ziel ist die digitale Resilienz, also die Fähigkeit, schnell auf sich verändernde Rahmenbedingungen reagieren zu können. Oftmals führte der Lösungsweg in den vergangenen Jahren in die Cloud. Nicht nur aufgrund von Kostenvorteilen und besserer Skalierbarkeit nutzten im letzten Jahr laut Bitkom bereits 84 Prozent der Unternehmen in Deutschland mit 20 und mehr Beschäftigten Cloud-Computing - Tendenz steigend.

Mindestens ebenso wichtig wie Schnelligkeit und Flexibilität ist die digitale Souveränität. Sie steht im Zentrum der Digitalstrategien von EU und Bundesregierung und soll Abhängigkeiten in der immer weiter digitalisierten Welt reduzieren. Vielfältige Anforderungen, die sich auch in der IT-Infrastruktur niedergeschlagen haben, so sind mittlerweile Multi-Cloud-Lösungen immer weiter auf dem Vormarsch. Durch die Nutzung von Diensten, Applikationen sowie auch Infrastrukturen mehrerer Cloud-Anbieter nebeneinander reduzieren sich Abhängigkeiten und potentielle Lock-In-Effekte. So ist die Multi-Cloud neben der Nutzung von Open Source-Software wesentlicher Bestandteil der Deutschen Verwaltungscloud-Strategie (DVS). Mit ihr sollen gemeinsame Standards und offene Schnittstellen für Cloud-Lösungen der öffentlichen Verwaltung geschaffen werden. Bestehende föderale Cloud-Lösungen sind bislang, wenn überhaupt, nur eingeschränkt miteinander kompatibel.

Mit der zunehmenden Nutzung von Multi Cloud- und Open Source-Ansätzen in einer hybriden Arbeitswelt ergeben sich neue Chancen, aber ebenso auch Risiken. So erhöht sich die Komplexität der IT-Infrastruktur deutlich. Die Gewährleistung einer starken Cybersicherheit, etwa bei auf Open Source basierenden Software-Lieferketten, bedarf so mehr Aufmerksamkeit sowie Investitionen, gleichzeitig müssen Lösungen nutzerfreundlich sein. Schon heute ist die Gefahr für Unternehmen und öffentliche Hand, wie aktuelle Cyberangriffe auf die öffentliche Verwaltung in Potsdam oder den Automobilzulieferer Continental zeigen, enorm - Tendenz auch hier steigend. Cybersicherheit und digitale Souveränität sind somit zwei Seiten der gleichen Medaille.Doch wie wird man beiden gleichermaßen gerecht, ohne dass Nutzerfreundlichkeit und uneingeschränkte Kompatibilität auf der Strecke bleiben?

Sprecher:innen

PD Dr. Ariane Berger
Leiterin Digitalisierung, Deutscher Landkreistag und Mitglied im IT-Planungsrat

Patrick Burghardt
Staatssekretär für Digitale Strategie und Entwicklung, CIO des Landes Hessen

Dr. Wieland Holfelder
Leiter des Google Safety Engineering Center München

Pia Karger
Abteilungsleiterin DG - Digitale Gesellschaft, Informationstechnik; BMI

Hinrich Völcker
Chief Security Officer (CSO), Deutsche Börse AG

Moderiert wird die Veranstaltung von Matthias Punz, Redaktionsleiter Background Smart City & Verwaltung, Der Tagesspiegel.

Weitere Sprecher:innen folgen.

Über uns

DIE GESPRÄCHSREIHE DIGITAL AUF NUMMER SICHER!

Onlineshopping, Phishing und Identitätsdiebstahl - Cyberkriminalität gehört zu den häufigsten Straftaten in Deutschland und Europa. Sie befindet sich auch oder gerade in Pandemiezeiten weiterhin auf hohem Niveau. Nicht nur Privatanwender sind im Fokus, sondern ebenso  Unternehmen und die öffentliche Verwaltung. Weder Unternehmensgeheimnisse, noch Wahlen scheinen heute noch sicher.

Was können Privatpersonen, Unternehmen und der Staat tun? Gemeinsam mit dem Google Safety Engineering Center startet der Verlag Der Tagesspiegel die Gesprächsreihe Digital auf Nummer sicher! zu den Themen Cybersicherheit, Datenschutz und Vertrauen im Netz.

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DER TAGESSPIEGEL

DER Tagesspiegel ist das Leitmedium aus der Hauptstadt. Er hat die höchste verkaufte Auflage aller Zeitungen in der Hauptstadtregion mit seit über zehn Jahren wachsendem Marktanteil. Der Tagesspiegel zählt zu den meistzitierten Zeitungen Deutschlands und erreicht mehr Hauptstadt-Politikentscheider als alle überregionalen Abozeitungen zusammen. Redaktion und Verlag werden kontinuierlich erweitert, um den Herausforderungen des Medienmarktes mit Innovationen zu begegnen. Der Tagesspiegel gehört – wie die Zeit, das Handelsblatt und die Wirtschaftswoche – zur DvH Medien GmbH von Dieter von Holtzbrinck.

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