#7 - Das digitale Ich - souverän und sicher online

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Das digitale Ich - souverän und sicher online

Sei es die Buchung der nächsten Urlaubsreise, die Überweisung einer Rechnung online, der Login in das E-Mail-Postfach oder das Vorzeigen des Impfzertifikats – digitale Identitäten sind allgegenwärtig. Sie schaffen dabei einen hohen Mehrwert: Für Nutzer:innen, da Daten bequem und einfach eingetragen und digital zentral verwaltet werden können. Und für Unternehmen, denn Sie müssen eindeutig sicherstellen, dass Online-Käufer keine Betrüger sind und gestohlene Daten verwenden. In Zeiten von Spam, Phishing und social engineering dürfen die Gefahren und Folgen, die von Identitätsdiebstählen ausgehen, nicht unterschätzt werden. Es handelt sich keineswegs um Bagatellfälle, hohe Schadenssummen können die Folge sein.

Da sich die Anwendungsfelder digitaler Identitäten immer weiter ausdehnen, vertrauen viele Nutzer:innen auf sogenannte Single-Sign-On-Plattformen. So bieten viele Unternehmen Lösungen für digitale Identitäten an, die auch plattformübergreifend genutzt werden können. Bereits heute kann man sich mit seinem Google, Facebook oder Apple Konto auf Webseiten und Apps von Drittanbietern anmelden. Gleichzeitig arbeiten Bundesregierung und Europäische Kommission mit Hochdruck an einem eigenen Ökosystem für digitale Identitäten. Klar ist: Je sensibler die verwendeten Daten sind, desto mehr muss der Schutz von Privatsphäre und digitaler Identität im Vordergrund stehen. Es zeigt sich, dass vor allem einfache, passwortgeschützte Zugänge besonders anfällig sind. Verbesserte Lösungen für echte digitale Identitäten können hier in Zukunft eine noch wichtigere Rolle für die Verbrauchersicherheit spielen. Dafür sieht etwa die deutsche Initiative bisher ein Stufenkonzept aus digitaler Wallet sowie Smart eID vor. Während die Wallet für weniger sensible Identifizierungsanlässe vorgesehen ist, soll die Smart eID höchsten Schutz garantieren. Nach dem spektakulär gescheiterten digitalen Führerschein steht mittlerweile der ganze Wallet-Ansatz auf dem Prüfstand. Es ist nun an der neuen Bundesregierung neuen Schwung in das Projekt für eine digitale Identität zu bringen, die Markt und Nutzer:innen annehmen.

Nur wenn Vertrauen in die Sicherheit, Mehrwert in Form von klar definierter Anwendungsfelder und eine einfache Benutzung zusammenkommen, werden neue Lösungen Erfolg haben. Oberste Priorität muss dabei der bestmögliche Schutz sensibler Daten haben. Dabei darf die Nutzbarkeit aber nicht aus dem Auge verloren werden.

Anlässlich des Safer Internet Day  möchten wir über die Zukunft digitaler Identitäten mit Ihnen und unseren Expert:innen diskutieren.

 

Sprecher:innen

Tobias B. Bacherle MdB
Obmann im Ausschuss für Digitales

René Mayrhofer
JKU Linz und Director Android Platform Security, Google

Dr. Markus Richter
Staatssekretär im Bundesministerium des Innern und für Heimat sowie Beauftragter der Bundesregierung für Informationstechnik

Isabel Skierka
Leiterin Technologiepolitik, Digital Society Institute, ESMT Berlin

Moderiert wird die Veranstaltung von Viola Heeger Redakteurin Tagesspiegel Background Digitalisierung & KI