Fachforum Gesundheit

Unsichtbare Volkskrankheit? Wege aus der Depression

Rückblick | Hier erfahren Sie mehr über das Tagesspiegel Fachforum "Unsichtbare Volkskrankheit? Wege aus der Depression" vom 09. Oktober 2024, live aus dem Verlag Der Tagesspiegel in Berlin

Thema

Depressionen stellen eine der häufigsten und zugleich am meisten unterschätzten psychischen Erkrankungen unserer Zeit dar. Laut Bundesministerium für Gesundheit erkranken in Deutschland 16 bis 20 Prozent der Menschen im Lauf ihres Lebens mindestens einmal an einer Depression oder einer chronisch depressiven Verstimmung (Dysthymie) – also jeder fünfte. Zwar sind depressive Erkrankungen bei frühzeitiger Erkennung gut behandelbar. Jedoch wird der Depression im gesellschaftlichen Diskurs häufig noch immer nicht die gleiche Aufmerksamkeit zuteil wie anderen, besser greifbaren Volkskrankheiten. Dabei sind Depressionen sowohl mit einem hohen Leidensdruck für Betroffene und deren Angehörige verbunden.

Doch nicht nur die soziale Last durch Depressionen ist spürbar, sondern auch die sozioökonomische. Direkte Kosten für Behandlung und Rehabilitation als auch indirekte Kosten durch Produktivitätsverlust, Präventionsmaßnahmen und mögliche Beanspruchung von Sozialleistungen lasten auf der Volkswirtschaft sowie den Betroffenen.

Mit dem Fachforum Gesundheit bietet der Tagesspiegel eine Plattform für den Austausch über das komplexe Krankheitsbild der Depression und die Bedeutung von innovativen, individuellen und modularen Therapien im Zusammenspiel mit gesellschaftlicher Unterstützung Betroffener psychischer Krankheiten. 

Gemeinsam mit Expert:innen aus Politik, Verbänden, Industrie, Krankenkassen, Ärzteschaft und Betroffenen wollen wir diskutieren, wie eine gesamtgesellschaftliche Sensibilisierung für Depression erreicht und der Individualität des Krankheitsbildes in Versorgung und Diskurs Rechnung getragen werden kann.

Sprecher:innen

Im Tagesspiegel-Haus begrüßten wir am 09. Oktober 2024:

Dr. Christian Beugholt, Business Unit Direktor Neuroscience, Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)

Dirk Heidenblut MdB, Mitglied im Gesundheitsausschuss und Berichterstatter für Versorgung Psychotherapie/Psychiatrie, SPD-Bundestagsfraktion

Dr. Silke Heinemann, Leiterin Abteilung 3, Medizin- und Berufsrecht, Prävention, Bundesministerium für Gesundheit

Silke Pech, Mentorin für Angehörige von Depressiven, Ganz bei mir

Dr. Julian Witte
Gesundheitsökonom und Geschäftsführer, Vandage GmbH

Anne-Kathrin Klemm, Vorständin, BKK-Dachverband

Dr. Ute Lewitzka, Fachärztin Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

Dr. Thomas Reinbacher, Autor von „Nach Grau kommt Himmelblau“

Waltraud Rinke, Vorsitzende, Deutsche Depressionsliga

Moderiert wurde die Veranstaltung von Nantke Garrelts, Redakteurin, Tagesspiegel Background „Gesundheit & E-Health“

Die Aktualität der Angabe von Positionen und Institutionen der Sprecher:innen entspricht dem Zeitpunkt der jeweiligen Veranstaltung.

Bei der Konzeption von Formaten und der Besetzung von Panels bemühen wir uns um größtmögliche Diversität und Vielfältigkeit der Perspektiven. Dies lässt sich etwa durch Terminkonflikte potentieller Sprecher:innen nicht immer vollends erfüllen. Wir bitten um Verständnis.

Mitschnitt der Veranstaltung

Impressionen

Über uns

Der Tagesspiegel ist das Leitmedium aus der Hauptstadt. Er hat die höchste verkaufte Auflage aller Zeitungen in der Hauptstadtregion mit seit über zehn Jahren wachsendem Marktanteil. Der Tagesspiegel zählt zu den meistzitierten Zeitungen Deutschlands und erreicht mehr Hauptstadt-Politikentscheider als alle überregionalen Abozeitungen zusammen. Redaktion und Verlag werden kontinuierlich erweitert, um den Herausforderungen des Medienmarktes mit Innovationen zu begegnen. Der Tagesspiegel gehört – wie die Zeit, das Handelsblatt und die Wirtschaftswoche – zur DvH Medien GmbH von Dieter von Holtzbrinck.

Die Veranstaltung wurde konzipiert vom Tagesspiegel-Verlagsbereich Politische Kommunikation.

Diese Veranstaltung wurde unterstützt von