Eppendorfer Dialog zur Gesundheitspolitik zu Gast beim Verlag Der Tagesspiegel

Bewährte Wirkstoffe: Fundament der Arzneimittelversorgung in Gefahr?

Arzneimittel mit bewährten Wirkstoffen: Auf sie entfallen fast 95 Prozent der Verordnungen und etwa 50 Prozent der Umsätze mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln. Sie sind in aller Regel preiswert, fast immer ohne Patentschutz und sichern die Grundversorgung in Deutschland. Über die Rolle bewährter Wirkstoffe in der Arzneimittelversorgung, ihr Potential für neue Therapieoptionen und die Vermeidung von Lieferengpässen wird beim Eppendorfer Dialog zur Gesundheitspolitik – zum ersten Mal zu Gast beim Verlag Der Tagesspiegel – diskutiert.“

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Aufzeichnung vom 19. Januar 2021

Wann:

19. Januar 2021
15:00-16:30

Wo:

Digital

Darum gehts:

Grundversorgung und neue Therapien – Lehren aus der Pandemie

Bekannte Wirkstoffe waren schon oft Grundlage für die Entwicklung neuer Therapieoptionen. Zwei Beispiele: AZT (Azidothymidin), ursprünglich entwickelt gegen Krebs, war der Einstieg in die erfolgreiche Therapie von HIV; Acetylsalicylsäure wird nicht nur gegen Schmerzen und Fieber eingesetzt, sondern erwies sich in anderer Dosierung auch als Mittel zur Gerinnungsregulierung des Bluts. Auch in der Corona-Krise sind sie – etwa Dexamethason – ein Ausgangspunkt für die Entwicklung neuer Therapieoptionen.

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Herstellung bewährter Wirkstoffe stark aus Europa heraus verlagert – ein kritischer Umstand, den die Corona-Krise erneut offenbart: Die Arzneimittelversorgung hängt stark von Lieferungen vor allem aus Asien ab. Und so sind von Lieferengpässen auch versorgungsrelevante Arzneimittel mit bewährten Wirkstoffen betroffen. Welchen Risiken ist die Grundversorgung mit Arzneimitteln nicht nur im Krisenfall ausgesetzt?

Sprecher:

Prof. Dr. Theodor Dingermann Pharmazeut, Seniorprofessor an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main

Dr. Norbert Gerbsch Leitung Innovation & Healthcare Management, G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG

Martin Litsch Vorstandsvorsitzender AOK-Bundesverband

Karin Maag MdB, Gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Moderiert wird die Veranstaltung von Prof. Dr. Achim Jockwig, Chairman des Eppendorfer Dialogs, Professor an der Hochschule Fresenius, Vorstandsvorsitzender des Klinikums Nürnberg 

Eine wichtige Instanz innerhalb der gesundheitspolitischen Diskussion  ist der Eppendorfer Dialog zur Gesundheitspolitik. Diese von  Pohl-Boskamp maßgeblich initiierte Debatte sorgt nunmehr schon seit 2006  dafür, dass sich diejenigen, die unmittelbar an der Entwicklung des  deutschen Gesundheitssystems partizipieren, kritisch mit aktuellen  Fragestellungen auseinandersetzen. Auf Augenhöhe begegnen sich bei den  regelmäßigen Debatten Experten aus allen Bereichen des  Gesundheitswesens, um ein aktuelles Thema interdisziplinär zu  beleuchten. Der Eppendorfer Dialog zur Gesundheitspolitik findet erstmals im digitalen Format statt – und ist zu Gast beim Verlag Der Tagesspiegel.

Mehr Informationen zum Eppendorfer Dialog zur Gesundheitspolitik finden Sie hier: https://www.eppendorferdialog.de/

Diese Veranstaltung wird unterstützt von 

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